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RLT nach HBOT: mögliche Synergien in der Literatur
RLT nach HBOT: mögliche Synergien in der Literatur
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RLT nach HBOT: mögliche Synergien in der Literatur
Die Mitochondrien sind bereits mit Sauerstoff „aufgetankt“
Nach einer HBOT-Sitzung (insbesondere bei 1,8–2,0 ATA) ist der Sauerstoffgehalt im Blutplasma um das 10- bis 20-fache erhöht. Dieser Zustand hält nach dem Verlassen der Kammer für etwa 30 bis 90 Minuten an. Dadurch kann das Enzym Cytochrom-c-Oxidase in den Mitochondrien, dessen Aktivität normalerweise durch Sauerstoffmangel leicht gehemmt wird, mit voller Kapazität arbeiten.
Rotlichttherapie (630–850 nm) setzt genau an diesem Enzym an
Die RLT löst die Freisetzung von Stickstoffmonoxid (NO) aus der Cytochrom-c-Oxidase aus und unterstützt so die Elektronentransportkette. Wenn durch die vorangegangene HBOT mehr Sauerstoff verfügbar ist, könnte der frei gewordene Platz im Enzym durch Sauerstoff besetzt werden. Hypothetisch wird diskutiert, ob dies die ATP-Produktion (Zellenergie) und die Signalgebung durch reaktive Sauerstoffspezies (ROS) steigern kann.
Wissenschaftliche Beobachtungen und praktische Anwendung
In der Literatur wird diskutiert, ob eine RLT-Anwendung innerhalb von 30 bis 60 Minuten nach einer HBOT-Sitzung die in HBOT-Studien beschriebenen Beobachtungen (z. B. zu Telomerlänge, seneszenten Zellen und kognitiven Messwerten) ergänzen könnte. Kontrollierte Studien zu dieser Kombination liegen uns nicht vor.
Einige Einrichtungen bieten die Anwendungen daher in der Reihenfolge HBOT-Sitzung, anschließend 15 bis 20 Minuten Ganzkörper-Rotlicht an. Dies ist eine Praxisbeobachtung und keine Empfehlung mit nachgewiesener Wirkung.
⚠️ Wichtig: Bitte halten Sie immer Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt, bevor Sie neue Ansätze wie die Kombination aus HBOT und RLT in Erwägung ziehen, da individuelle Reaktionen variieren können. Die beschriebenen Beobachtungen dienen der wissenschaftlichen Information und stellen kein Heilversprechen dar.
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