„Merkmale des Alterns“
12 characteristics define our aging process and can be considered as "disease" with the aim of stopping and reversing aging.
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Nov 25, 2025
Lueszäit:
Jan 9, 2026
Das Konzept der „Kennzeichen des Alterns“ wurde 2013 im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit zwischen Spanien, Frankreich und Großbritannien entwickelt. Führende Wissenschaftler aus den Bereichen Molekularbiologie, Biochemie, Genetik und Biomedizin, mit einem starken Fokus auf Alternsforschung, erarbeiteten ein Modell mit 12 Attributen, um die Gründe für den Alterungsprozess gezielt einzugrenzen und um gezielte Methoden zur Entgegenwirkung zu entwickeln.
Die zwölf Kennzeichen des Alterns (mit kurzen Beschreibungen):
Genomische Instabilität: Akkumulation von DNA-Schäden durch Umwelt- und innere Faktoren.
Telomer-Attrition: Verkürzung der Chromosomenenden führt zu zellulärer Seneszenz.
Epigenetische Veränderungen: Änderungen in DNA-Methylierung, Histonen und Chromatinstruktur beeinflussen Genexpression und Langlebigkeit.
Verlust der Proteostase: Beeinträchtigte Protein-Faltung und -Entfernung verursacht toxische Ansammlungen (z. B. bei Alzheimer).
Beeinträchtigte Makroautophagie: Reduzierte zelluläre Reinigung von Abfall und beschädigten Organellen.
Deregulierte Nährstoffsensing: Störungen in Signalwegen wie Insulin/IGF-1 und mTOR wirken auf Stoffwechsel und Lebensspanne.
Mitochondriale Dysfunktion: Abnehmende Energieproduktion und erhöhter oxidativer Stress schädigen Zellen.
Zelluläre Seneszenz: Ansammlung nicht teilender Zellen fördert Entzündungen und Gewebedysfunktion.
Stammzell-Erschöpfung: Verminderte regenerative Kapazität führt zu Organversagen.
Veränderte interzelluläre Kommunikation: Fehlkommunikation zwischen Zellen verursacht systemische Alterungseffekte.
Chronische Entzündung („Inflammaging“): Ursache vieler altersbedingter Erkrankungen.
Dysbiose: Altersassoziierte Veränderungen im Darmmikrobiom beeinträchtigen Gesundheit und Immunität.
Hauptbefunde und Diskussion:
Der Artikel diskutiert, inwieweit diese Merkmale miteinander interagieren und zu altersbedingten Erkrankungen beitragen. Neue Merkmale wie beeinträchtigte Makroautophagie, chronische Entzündung und Dysbiose erweitern das Modell, um mikrobielle und entzündliche Aspekte einzubeziehen. Therapeutische Ansätze, z. B. durch Medikamente gegen Seneszenz oder Mikrobiom-Modulation, bieten Potenzial zur Verlangsamung des Alterns. Die Autoren betonen die Notwendigkeit interdisziplinärer Forschung, um diese Merkmale zu validieren und therapeutisch zu nutzen.
Diese Erweiterung des Kennzeichen-Konzepts dient als Rahmenwerk für die Erforschung von Altern und Langlebigkeit, mit Implikationen für Prävention und Therapie altersassoziierter Krankheiten.
Carlos López-Otín: Biochemie und Molekulare Biologie; Professor am Department of Biochemistry and Molecular Biology, Universidad de Oviedo, und am Instituto Universitario de Oncología del Principado de Asturias (IUOPA), Spanien. Spezialisiert auf: Onkologie, Proteolyse und Alterungsmechanismen.
Maria A. Blasco: Molekulare Biologie; Direktorin des Spanish National Cancer Research Centre (CNIO), Madrid, Spanien. Spezialisiert auf: Telomere, Telomerase und Krebsforschung im Kontext des Alterns.
Linda Partridge: Genetik, Evolution und Biometrie; Weldon Professor of Biometry am Institute of Healthy Ageing, University College London (UCL), Großbritannien, sowie Gründungsdirektorin des Max Planck Institute for Biology of Ageing, Köln, Deutschland. Spezialisiert auf: Genetische Mechanismen des Alterns und Langlebigkeit.
Manuel Serrano: Biomedizin und Zellbiologie; Leiter einer Forschungsgruppe am Institute for Research in Biomedicine (IRB Barcelona), Spanien. Spezialisiert auf: Zelluläre Seneszenz, regenerative Medizin und Altern.
Guido Kroemer: Zellbiologie und Immunologie; Professor an der Faculté de Médecine, Sorbonne Université (ehemals Paris Descartes), und Leiter der Metabolomics- und Zellbiologie-Plattformen am Gustave Roussy Cancer Campus, Frankreich; zudem INSERM-Forscher. Spezialisiert auf: Autophagie, Apoptose und metabolische Aspekte des Alterns und Krebses.
Diese Experten arbeiten interdisziplinär an zellulären und molekularen Kennzeichen des Alterns, was den Artikel zu einem Meilenstein in der Gerontologie macht.
Autore
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