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Hyperbare Sauerstofftherapie zur Behandlung von Long COVID

Die Studie untersucht die Anwendung der hyperbaren Sauerstofftherapie (HBOT) als mögliche Behandlung für Long COVID.

Lesezeit:

10

Min.

Erstellt:

03.08.2025

Letztes Update:

16.01.2026

Hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT): Forschungsansätze bei Long COVID – Ergebnisse aus dem Vereinigten Königreich

Eine britische Untersuchung befasst sich mit dem Einsatz der hyperbaren Sauerstofftherapie (HBOT) als potenzielle begleitende Maßnahme bei Long COVID. Die vorliegenden Daten liefern Hinweise darauf, dass HBOT einen unterstützenden Einfluss auf Parameter wie Erschöpfung (Fatigue) und kognitive Aspekte haben könnte. Zudem wurden Beobachtungen hinsichtlich der zellulären Regeneration dokumentiert. Die Autoren betonen die Notwendigkeit weiterer Forschung, um Langzeitdaten systematisch zu verifizieren.

Long COVID: Die Herausforderung

Long COVID ist durch langanhaltende Anzeichen wie Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit nach einer akuten COVID-19-Infektion gekennzeichnet. Bislang werden verschiedene Ansätze zur Unterstützung der Betroffenen wissenschaftlich untersucht.

Die Studie: HBOT bei Long COVID

Diese Untersuchung gehörte zu den frühen Projekten, welche die Anwendung der HBOT im Kontext von Long COVID dokumentierten. Zehn Teilnehmende mit ausgeprägter Symptomatik erhielten zehn HBOT-Sitzungen über einen Zeitraum von 12 Tagen. Das Protokoll umfasste Anwendungen bei 2,4 bar mit reinem Sauerstoff und integrierten Pausen.

Schlüsselergebnisse

Beobachtungen zur Erschöpfung (Fatigue):

  • Nach den zehn Sitzungen wurde eine statistisch relevante Veränderung der Fatigue-Werte (gemessen via Chalder Fatigue Scale) dokumentiert ($p=0,0059$; $d=1,75$).

Dokumentation kognitiver Aspekte:

  • In den Bereichen der allgemeinen Kognition, der Exekutivfunktionen (z. B. Planung) und der Aufmerksamkeit wurden Daten erhoben, die auf eine mögliche Begünstigung der Leistungsfähigkeit hindeuten.

Zeitlicher Verlauf:

  • Die Teilnehmenden berichteten über subjektive Veränderungen bereits nach einer geringen Anzahl von Anwendungen.

Studienbewertung

Trotz des kleinen Teilnehmerkreises liefert diese Untersuchung wichtige Einblicke in die Forschung: HBOT wird als ein Ansatz diskutiert, der eine zügige Unterstützung bei Fatigue und kognitiven Herausforderungen im Rahmen von Long COVID bieten könnte.

Originalstudie auf PubMed:

Hyperbaric oxygen therapy for the treatment of long COVID: early evaluation of a highly promising intervention (PubMed ID: 34862223).

Fazit

Die hyperbare Sauerstofftherapie zeigt in wissenschaftlichen Beobachtungen Potenzial zur Unterstützung bei Long COVID-Parametern – insbesondere bei Erschöpfung und kognitiven Aspekten. Um diese ersten Ergebnisse zu festigen und Anwendungsprotokolle zu optimieren, sind weiterführende, großangelegte Studien erforderlich.

⚠️ Wichtig: Konsultieren Sie immer Ihren Arzt, um festzustellen, ob eine HBOT in Ihrem individuellen Fall geeignet und sicher ist. Die beschriebenen Ergebnisse dienen der wissenschaftlichen Information und stellen kein Heilversprechen dar.

Autoren

Tim Robbins, Michael Gonevski, Cain Clark, Sudhanshu Baitule, Kavi Sharma, Angel Magar, Kiran Patel, Sailesh Sankar, Ioannis Kyrou, Asad Ali, Harpal S. Randeva.

Veröffentlichungsdetails

Studientyp:

Retrospektive Vorher-Nachher-Analyse (Dienstbewertung), Einzelarm.

Veröffentlichung:

Klinische Medizin (Lond) 2021; 21(6)

Teilnehmer:

n=10, Durchschnittsalter 47,5 Jahre; 60 % Frauen.

Ort:

Universitätskliniken Coventry & Warwickshire NHS Trust (Coventry, UK) & Midlands Diving Chamber (Rugby, UK)

Seiten:

e629–e632

e629–e632

DOI:

DOI: 10.7861/clinmed.2021-0462

DOI: 10.7861/clinmed.2021-0462

PubMed-ID:

34862223

34862223

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